Vor der CNC-Bearbeitung Holzfurniertes Birkensperrholz erfordert eine sorgfältige Prüfung des Feuchtigkeitsgehalts, der Ebenheit und der Oberflächenqualität. Zu hohe Feuchtigkeit kann zum Abrutschen des Werkzeugs oder zu rauen Kanten beim Schneiden führen, wohingegen zu niedrige Feuchtigkeit zu Oberflächenrissen führen kann. Unebene Oberflächen beeinträchtigen die Genauigkeit der Werkzeugbahn und führen zu mehr Bearbeitungsfehlern.
Die Oberfläche sollte von Staub, Kleberesten und anderen Rückständen gereinigt werden, die das Schneiden beeinträchtigen könnten. Bei furniertem Birkensperrholz ist die Prüfung auf Risse, Kantenabhebungen oder Blasen von entscheidender Bedeutung, um das Risiko von Oberflächenschäden während der Bearbeitung zu verringern.
Werkzeugauswahl und Schnittparameter wirken sich direkt auf die CNC-Leistung aus. Aufgrund ihrer scharfen Kanten und Verschleißfestigkeit werden hochwertige Fräser aus Hartmetall oder Wolframstahl empfohlen, wodurch Furnierabsplitterungen und raue Kanten minimiert werden.
Die Schnittparameter sollten je nach Plattendicke, Furnierart und Maschinenleistung angepasst werden. Die Vorschubgeschwindigkeiten sollten moderat sein, um eine übermäßige Belastung des Furniers zu vermeiden. Um einen reibungslosen Schnitt zu gewährleisten, muss die Spindelgeschwindigkeit ausgeglichen sein. Zum Schutz der Furnieroberfläche werden mehrschichtige oder flache Schnitte empfohlen.
Bei den Bearbeitungspfaden müssen die Richtung der Holzmaserung und die Spannungsverteilung des Furniers berücksichtigt werden, um übermäßiges Schneiden entlang der Maserung zu vermeiden, was zu Absplitterungen führen kann. Die Schnittreihenfolge wird im Allgemeinen von der Mitte nach außen oder von inneren Merkmalen zu den Kanten hin empfohlen, um ein Verziehen der Platte aufgrund konzentrierter Beanspruchung zu verhindern.
Nach dem CNC-Schneiden ist die Kantenbearbeitung von entscheidender Bedeutung. Kanten können Grate oder Mikrorisse aufweisen und müssen geschliffen, zugeschnitten oder abgeschrägt werden, um glatte Oberflächen und optimale Ergebnisse beim Kantenanleimen zu gewährleisten.
Kantenanleimmaterialien sollten in Farbe, Textur und Dicke genau zum Oberflächenfurnier passen. Zu den gängigen Optionen gehören Massivholzstreifen, PVC-Holzmaserungsstreifen, ABS-Streifen und heißschmelzendes Kantenband. Härte und Flexibilität des Materials müssen zur Plattendicke und Bearbeitungsgenauigkeit passen, um ein Abheben oder Delaminieren beim Heiß- oder Kaltpressen zu verhindern.
Das Kantenanleimen kann im Heißpress- oder Kaltpressverfahren erfolgen. Das Heißpressen eignet sich für kleine Chargen oder hochwertige Furnierplatten. Dabei wird ein hitzeaktivierter Klebstoff verwendet, um eine starke Verbindung und eine glatte Kante zu gewährleisten. Kaltpressen eignet sich für die Produktion in großem Maßstab, erfordert jedoch eine höhere Ebenheit der Oberfläche.
Beim Kantenanleimen ist ein gleichmäßiger Druck entscheidend. Übermäßiger örtlicher Druck kann Dellen hinterlassen oder das Brett verformen. Nach dem Bandschneiden sind Besäumen und Schleifen erforderlich, um glatte, gerade Kanten zu erhalten, die nahtlos mit der Plattenoberfläche übereinstimmen.
Nach dem Kantenanleimen sollte eine umfassende Inspektion durchgeführt werden. Zu den wichtigsten Punkten gehören Kantenhaftungsstärke, Geradheit, Unversehrtheit der Furnieroberfläche und Farbabstimmung. Eventuelle Mängel sollten sofort behoben werden, um sicherzustellen, dass die fertigen Produkte den optischen und Haltbarkeitsstandards für Möbel und Innenanwendungen entsprechen.